Wieviele Pasta Sorten gibt es in Italien?

Die heutige Tradition der Pasta hat einen langen Weg, der nicht in Italien entstand. Auch wenn die Vermutung nahe liegt, stammen die Teigwaren dennoch aus China. Den Beweis dafür lieferten Ausgrabungen, mit einem rund 4000 Jahre alten Topf, dessen Inhalt Spaghetti aufwies. Dennoch wurde die Pasta an mehreren Orten der Welt fast zeitgleich erfunden, wenn auch ihr Aussehen von unterschiedlicher Form und Länge geprägt war.

So trat die Pasta im 13. Jahrhundert eine Zeitreise an und eroberte die ganze Welt. Sie bereichert italienische Speisekarten und vereint ganze Nationen. Denn die Auswahl ist grandios und in allen Variationen und Farben erhältlich. Eine Tradition die bis heute anhält und mit weit über 350 Pasta Sorten jeden Gaumen verwöhnt. Wer kann dazu schon nein sagen.

Nudel nur aus Hartweizengries?

Die klassische italienische Pasta besteht meist aus Hartweizengries. Doch selbst Hirse, Dinkel, Reis und Kartoffeln werden zur Verarbeitung verwendet. Sicher nicht alltäglich, allerdings eine Erweiterung zu herkömmlichen Nudelsorten. Denn guter Geschmack kennt ja bekanntlich keine Grenzen. Um dem Ganzen eine optische Auswertung zu verleihen, können Spinat, Tomaten, Paprika, Rote Beete oder Sepia eine hervorragende Farbgebung verleihen. Diese Form der Verarbeitung wird auch Pasta Tricolore genannt.

Ihre Namensgebungen klingen dabei wie eine Genussreise durch italienische Spezialitäten. Für Pasta-Liebhaber klingt Farfalle, Fusili, Maccaheroni uns Co. wie Musik in deren Ohren. Damit lassen sich epochale Gerichte zaubern und die Pasta ist der Ausgangspunkt und Höhepunkt feinster Gaumenfreuden. Ob einfach und schnell oder rustikal und originell. Selbst in der Haute Cousine ist die Pasta seit jeher Tradition. Das wiederum hat sie ihrer einzigartigen Vielfalt zu verdanken und in Italien ist sie das Hauptnahrungsmittel Nummer Eins. Dank Marco Polo, der nach seiner legendären China Reise im Jahr 1295, die Pasta in seinem Heimatland Italien einführte. Selbst im ältesten bekannten Kochbuch der Welt, taucht ihre Wenigkeit auf. Der Römer Apicius erwähnte ein Teiggericht namens „Lagana“ am Rande. Eine Pasta-Kreation aus dem 12. Jahrhundert und der Grundstein für eine Variationen-Vielfalt.

Pasta passt immer

Die Pasta mit mehr als 350 Sorten nimmt sich Fisch, Fleisch und Gemüse an und setzt mit ihrem Zutun jedem Gericht die Krone auf. Die Göttin der Leidenschaft die genussvoll verzaubert und die Hausmannskost und hohe Schule der Kochkunst vereint. Mit Biss kreiert und mit Liebe serviert. Denn nur „al dente“ wörtlich übersetzt zum Zahn, kommt ihr Genuss zur Geltung. Die etlichen Sorten schmecken schon den kleinsten der Kleinen und werden zu einer Art Lebensweisheit. Denn ohne die Pasta wäre das Leben nur halb so schön und einzigartig geschmackvoll. Ein italienischer Gruß der die Welt erobert und in seiner Vielfalt wohl kaum zu übertreffen ist. So ist die Pasta Kult und Esskultur zugleich.