Wie viel Kohlenhydrate haben Nudeln?

Jubel-Grund für Pasta-Fans: Die handelsübliche Nudel, die aus Hartweizengrieß hergestellt wird, hat einen niedrigen Glykämischen Index (GI) von 40, allerdings viele Kohlenhydrate. Aber nur, wenn man sie „al dente“ gart. Eine Nudel aus Eiern verfügt sogar nur über einen GI von 32, hat weniger Kohlenhydrate. Sogar gefüllte Nudel Taschen wie Tortellini oder Ravioli haben nur einen GI von 39, viele Kohlenhydrate und passen auch zu einer Diät. Eine Nudel sollte möglichst frisch zubereitet sein und nicht aus der Dose kommen, wo sie noch mehr Kohlenhydrate hat. Manche Lebensmittel haben mehr Kohlenhydrate, manche weniger. Nudeln haben eher viele Kohlenhydrate.

Kohlenhydrate machen nicht dick!

In Vollkornteigwaren stecken mehr Vitalstoffe und Kohlenhydrate, die fit halten. Zudem beinhalten sie viele Ballaststoffe. Sie sorgen dafür, dass man schnell und lange satt ist. Das liegt tatsächlich an den Kohlenhydraten. Eine Nudel aus Vollkorn besteht aus hoch ausgemahlenem Hartweizen (Durumweizen), dazu kommen oft noch andere Getreidearten wie Gerste, Hefe, Buchweizen und Roggen. Vollkornnudeln schmecken im Grunde genommen kräftiger als eine helle Nudel, haben weniger Kohlenhydrate und sind in kürzerer Zeit gar (sechs bis acht Minuten). Zum Angewöhnen: mit hellen Nudeln mischen. Frische Nudeln am Besten nicht allzu lange lagern, sonst werden sie innerhalb kürzester Zeit ranzig. Trockene Nudeln halten ewig.

Pro 100g haben Nudel 70g Kohlenhydrate. Als Faustregel gilt: Vollkornnudeln gehören zu den komplexen, Eiernudeln zu den einfachen Kohlenhydraten. Nudel Diät hin oder her, Tatsache ist, dass zu viele und vor allem schlechte Kohlenhydrate dick machen können. Kohlenhydrate sind nicht nur in Nudeln, Kartoffeln oder Reis enthalten, sondern verstecken sich in Lebensmitteln, wo wie sie eigentlich nicht vermuten.

Gute und schlechte Kohlenhydrate

Sie befinden sich zum Beispiel in Fruchtnektar, in Süßigkeiten, in Marmelade oder in Pizza. Ernährungswissenschaftler sprechen von „guten“ (komplexen) und „schlechten“ (einfachen) Kohlenhydraten, wobei die einfachen vom Körper besonders schnell aufgenommen und in Glukose umgewandelt werden. Sie gelangen so ins Blut, der Blutzuckerspiegel steigt an, und der Körper schickt das Hormon Insulin, um eine Überzuckerung zu verhindern. Das Insulin leitet den Zucker vom Blut in die Zellen, damit er dort in Energie umgewandelt wird. Allerdings: Wenn das Insulin seine Arbeit tut, werden keine Fette abgebaut. Solange der Blutzuckerspiegel also über einem bestimmten Wert liegt, beschäftigt sich der Körper mit dem Abbau von Zucker – das Fett lagert er ein.

Und schlimmer noch: Haben alle Zellen genügend Energie aus der Glukose verbraucht, wird der übrige Zucker ebenfalls in Fett umgewandelt, da dies leichter zu speichern ist. Die komplexen Kohlenhydrate, vor allem enthalten in Kartoffeln, Vollkornnudeln, Naturreis und Vollkornbrot, werden langsamer verdaut und stellen gleichmäßiger Energie zur Verfügung. Je mehr Kohlenhydrate und vor allem je mehr „schlechte“ Kohlenhydrate wir essen, umso dicker werden wir. Heißt die Devise jetzt also: Finger von den Kohlenhydraten und damit Finger weg von Pasta? Nein, auf keinen Fall. Achten sollte man aber darauf, welche Kohlenhydrate man isst. Vor allem Vollkornnudeln aus Hartweizengrieß darf man relativ unbedenklich essen. Aber auch nur die. Die Gretchenfrage kommt bei der Soße, denn wer mag schon Nudeln oben ohne? Hier sollte man sich für die schlanken Alternativen entscheiden und statt Sahnesauce lieber Arrabbiata oder Scampi mit würzigen Tomaten zu den Nudeln nehmen.

Nichts destotrotz haben Nudeln den Vorteil dass die Kohlenhydrate langsam abgebaut werden und der Körper mit viel Energie versorgen. Nicht kurzfristig aber langanhalten